alles was ist, wurde erschaffen, alles hat einen Anteil an Wahrheit. Wir sehen alles durch eine Brille, doch nehmen wir uns Zeit diese Brille abzulegen, sie reinigen zu lassen oder geben wir uns mit den Gegebenheiten des Lebens zufrieden, sei es durch Resignation, Gleichgültigkeit? Wie kann ich das, was ich sehe, interpretieren, wenn ich durch eine ungereinigte Brille sehe. Aspekte des Lebens scheinen diffus, unklar, gar furchteinflössend, durch die die Fettablagerungen gar gloriosa und wie lasse ich diese Interpretationen in mein Leben einwirken, mit dem Abdruck meiner Vergangenheit, meiner Verletzungen, meines Stolzes, meines eingetrichterten Dogmas. Was uns am meisten verwirrt, sind nicht die Lügen, die wir scheinbar durch die verschmutzte Brille sehen müssen, sondern die Halbwahrheiten, einiges stimmt, anderes wir zu fokussiert angeschaut. Wir können uns selbst nichts schön-, aber auch nicht verdammtreden und wer stoppt diesen Wahnsinn, des sich selbst suchen, verlieren, reflektieren, wäre es nicht besser diese Brille auszuziehen, weil wir sie nie reinigen können und es niemand kann, dann wären wir blind, ja, dann gäbe es kein Wunschdenken mehr, sondern nur noch Kapitulation, wir benötigen Gottes Augensalbe, die uns geschenkt wird, wenn wir einsehen, dass wir nichts sehen, dass wir verloren sind, wir den Weg, das Leben und die Wahrheit verloren haben, dann werden wir auf uns selbst geworfen, es geht um unsere Augen, nicht um die Augen der anderen, es geht um meinen Balken, nicht um dem Balken im Auge des anderen, ich muss beginnen, meine Maske auszuziehen und mich zu sehen, wer ich bin. Dann brauche ich ihn, nicht seine Wunder, nicht seine Zeichen, sondern ihn, ich brauche ihn, ich brauche seine Nähe, ihn. Ich brauche das Augenlicht nicht wegen mir, nein, wegen ihm, um ihn zu sehen und mit ihm ewig zu sein. Ich trachte nach ihm, alles andere wird mir zufallen, göttliche Gravitation.









